Architekturbüro Wagner Graz
Architekturbüro Wagner Graz

Umbau einer Hofscheune zum Feststadl:

Absicht des Bauherrn:

Einer jener eindrucksvoll längsgestreckten Wirtschaftshöfe, die das bäuerliche Landschaftsbild der Weststeiermark prägen, soll vor dem drohenden Verfall gerettet werden. Anstelle der ehemaligen Stallnutzung wird innerhalb der bestehenden Struktur des alten Hofes die neue Ausrichtung für einen ländlich-bodenständigen Feststadl mit hochwertiger gastronomischer Versorgung genauso wie für unabhängig buchbare Veranstaltung für Firmen- und Festtagsveranstaltungen angestrebt.

Planliche Aufgabenstellung:

Der bestehende Wirtschaftshof  ist der markanteste Teil dieses bestehenden Haufenhofes. Die Zufahrt führt direkt auf ihn zu. Für die gehobene funktionelle Neuausrichtung mussten die baulichen Mängel erfasst und die funktionellen Anforderungen auf den Punkt gebracht werden.

Der schlechte bauliche Befund für die noch bestehende Holzstruktur legte das Abtragen der hölzernen Stadlkonstruktion nahe, um auf der Basis der bestehenden gemauerten Substanz einen in Proportion und Struktur gut durchdachten Holzneubau aufzusetzen. In nächster Folge war das Interesse darauf fokusiert, wie sich das Gebäude bei innerer Transformation nach aussen darstellt.  

Architektonische Grundidee:

Die architektonische Vision wurde durch eine Reihe von Schaubildern dokumentiert, um dem Bauherrn die gestalterische Aufwertung zu visualisieren. 

Die Längsfronten wurden durch schlicht aneinandergereihte Öffnungen im Verandenstil rhythmisiert, die seitlich flankierende Erschließung in Anspielung auf alte Gehöfte laubengangartig gelöst.  Unter Beibehaltung der Gesamtgebäudehöhe des Bestandes wurde die alte Dachform mit schwer wirkenden Überständen durch ein Spiel von Haupt- und Nebendächern ersetzt.

Markante Schauseite:

Im Gegensatz zu den Längsfronten wurde für die der Straße zugewandten Giebelseite eine markante Gestaltung vorgeschlagen, die den teilweise bis unter das Dach reichenden Festsaal erahnen lässt. Die großflächigen Verglasungen geben das schöne Panorama über Stainz hinaus bis zur Koralm frei. Sie sind teilweise durch semitransparente Holzlamellenstrukturen bedeckt, wodurch sich die Verglasungen nach aussen gut einfügen. Diese Holzstrukturen nehmen die Idee der alten Stadlgitter auf.

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