Architekturbüro Wagner Graz
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WOHNEN unter und über dem Dach

Städtische Verdichtung ist eine oft geübte Praxis. Trotzdem stellen manche Ausbauten eine ganz besondere Herausforderung dar. Im gegenständlichen Fall sollte im Dach über dem 5. Geschoß eine pragmatische Lösung für neue Wohneinheiten und für die Adaptierung bereits bestehender Einheiten gefunden werden. 

Die baubehördlichen, brandschutztechnischen, haustechnischen und statisch-konstruktiven Erfordernisse mussten mit der Planung abgedeckt werden.

 

Das steil abfallende Satteldach musste erhalten werden, die vorhandene Dachstuhlkonstruktion mit mächtigen Bundträmen und eine nicht ausreichend tragfähige Decke zum 5. Obergeschoß mussten technisch transformiert werden.

Eine Erweiterung der baulichen Hülle fiel der Dichtebegrenzung zum Opfer. Mit einer relativ intensiven Bestückung mit Dachflächenfenstern musste das Raster des bestehenden Satteldaches aufgenommen werden.

Der entscheidende architektonische Ansatz war es, jeder Wohnung ein einladend großes offenes Entree zu verordnen, wo sich Loftcharakter bis unter die mächtige Dachschräge und der Reiz der Belichtung aus unterschiedlich großen Fensterluken zum Himmel oder mit Fernsicht ergibt.

Die funktionellen Räume schichten sich nach Möglichkeit raumsparend dahinter. Bei Entfall der Trennwände trennen nur noch sanitäre Raumblöcke das durchaus mögliche Raumkontinuum. Diese Möglichkeiten sind dem Bauherrn offen, eine Zusammenlegung zu einer großen Penthousewohnung ist eine weitere Option.

Der außergewöhnliche Mehrwert der Wohnungen erschließt sich jedoch aus den neu hinzugewonnenen Dachterrassen. 

Über Wendeltreppen geplant, als Turmtreppen ausgeführt, öffnen sich diese Dachterrassen für beide neu hinzugefügten Wohnungen in alle Himmelsrichtungen mit ungeahnten neuen Stadtsichten.

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